Quantenphysik und GEWAHRSEIN

Erhellende Impulse aus der Quantenphysik

Die Quantenphysik geht auf eine Entdeckung zurück: Wenn Licht (das aus Photonen besteht) auf eine Metalloberfläche trifft, werden dort Elektronen freigesetzt. Dieser Vorgang setzt erst dann ein, wenn die Wellenlänge des Lichtes hinreichend kurz ist. Albert Einstein (1879 - 1955) koppelte die Wellenlänge des Lichtes mit der Energie der Photonen. Max Planck (1858 - 1947) veröffentlichte seine Quantenhypothese im Jahre 1900, die besagt, dass Energie nur in diskreten Energiequanten emittiert und absorbiert werden kann. Wir können uns das so vorstellen, dass diese Energie wie die Partikel in einem Sandstrahl abgegeben werden. Der Begriff Quant geht auf das Lateinische Wort quantum zurück, das soviel wie "Menge", "Anteil" oder "Anzahl" bedeutet.

Quanten sind also kleinste Portionen der uns umgebenden Wirklichkeit. Der Begriff wird allgemein für Elementarteilchen benutzt, wenn ihr korpuskulares und nicht in wellenartiges Verhalten im Vordergrund steht. Die Erkenntnis, dass jede Materie (Elektronen, Protonen, Atome, Moleküle usw.) nicht nur Teilcheneigenschaft besitzt, sondern auch als Welle beschrieben werden kann, ist eine der wichtigsten Errungenschaften der modernen Physik. Oft bezieht sich der Begriff Quanten jedoch auch auf kleinste Energieeinheiten, die von einem System auf ein anderes übertragen werden.

Alle Elementarteilchen können erzeugt und vernichtet werden. Ferner sind alle Elementarteilchen des gleichen Typs völlig ununterscheidbar. Zu allen Teilchen gibt es Antiteilchen. Materie ist (wie Strahlung) eine Form der Manifestation von Wellen, von Feldern. Diese Wellenfelder können im leeren Raum existieren und angeregt oder abgeschwächt werden. Die einzelnen Feldquanten der Wellenfelder sind die Elementarteilchen.

Prozesse zwischen Elementarteilchen (bei denen diese neue Zustände einnehmen), beruhen ausschliesslich darauf, dass die Teilchen selber die Wellenfelder anderer Teilchensorten anregen (oder abschwächen), also andere Elementarteilchen erzeugen und vernichten (oder emittieren und absorbieren) können. Jede Wechselwirkung zwischen zwei Teilchen entsteht so, dass eines von ihnen ein drittes Teilchen emittiert, das von den anderen absorbiert wird. Durch diese Austauschteilchen wird Energie und Impuls übertragen, also eine Kraft ausgeübt. Im Falle der Quanten-Elektrodynamik ist das Austauschteilchen das Photon. Die Austauschteilchen müssen „virtuelle Zustände“ einnehmen können, deshalb nennt man sie auch „virtuelle Photonen“.

Die Quantenphysik scheint das alte Weltbild einer von uns unabhängigen Welt in Frage zu stellen. Aus ihrer Sicht ist die äussere Erscheinungswelt keine feste Materie, sondern ein dynamischer Prozess von Beziehungen und Kräften, Möglichkeiten statt absoluter Gegebenheiten. Es liegt am Beobachter und seiner Perspektive, was zur Wahrnehmung kommt. Raum und Zeit machen immer nur Sinn für einen Beobachter. Atome und Moleküle, Kernteilchen und Elektronen haben einen Welle-Teilchen-Dualismus. Und deren Strukturen machen nur für einen Beobachter einen Sinn.

Die Struktur unseres Bewusstseins macht es notwendig, die Phänomene der Welt in Raum, Zeit und Bewegung darzustellen. Dabei lassen sie sich auch formal mathematisch erfassen, da sie unter gleichen Voraussetzungen (z.B. wissenschaftlichen Experimenten) von jedem Beobachter überall gleich beobachtet werden können. Dabei meint man, dass dies kontextunabhängig erfolge. Dem ist aber nicht ganz so, denn die Kontexte sind von den Beobachtern entwickelt worden und diese wiederum haben sehr ähnliche Strukturen, die sie die Welt so wahrnehmen lässt, wie sie wahrgenommen wird.

Das Bewusstsein ist dabei wie eine Verengung von GEWAHRSEIN. Es funktioniert so, dass es die Welt durch Objekte, Dinge, Teilchen usw. darstellt. Und dies in Raum und Zeit. Ferner stellt es Kausalitäten nach dem Ursache-Wirkungsprinzip dar. Die Quantenphysik zeigt, dass diese Kausalität in Frage gestellt werden muss. Auch die Struktur der Materie löst sich auf und erweist sich als reine Energie und als Impulse. Die Chaostheorie zeigt, dass in komplexen Systemen sichere Voraussagen nicht mehr gemacht werden können.

Die Gesetzmässigkeiten der Physik erfolgen aus der Art unserer Welterfahrung. Aus vielen energetischen Möglichkeiten manifestiert sich davon eine nach den bis zu diesem Moment entwickelten Bedingtheiten. Daraus hat Erwin Schrödinger seine bekannten Gleichungen der Wahrscheinlichkeitsverteilung elektromagnetischer Wirkungen entwickelt.

Für den Zusammenhang von Geist und Quantenphysik entwickelte Prof. Thomas Görnitz der Johann Wolfgang Goethe-Universität Frankfurt die These der Protyposis: Protyposis ist die begriffliche Erfassung einer abstrakten, kosmologisch begründeten Quanteninformation, der sich Gestalt und auch Bedeutung einprägen kann. Dies kann sowohl die Gestalt eines materiellen Objektes sein als auch die Gestalt eines Gedankens, der sich vom Hintergrund des Nichtdenkens unterscheidet. Der Begriff Protyposis ist aus dem Altgriechischen abgeleitet und bedeutet „vorher abbilden, eine Vorstellung von etwas Zukünftigem geben, sich etwas vorstellen, vorgebildet, Modell, Vorbilden".

Er schreibt: "An der Protyposis sind drei unterschiedliche Aspekte des Wirklichen zu erkennen. Wenn sie so verdichtet sind, dass sie im Raum ruhen, so bezeichnen wir sie als das Materielle - das Ruhende, Bleibende, dasjenige, das gegen eine Veränderung Widerstand leistet. In der Form des Energetischen kann die Protyposis Veränderungen und Bewegungen des Materiellen bewirken. Als Information kann Protyposis an instabilen Systemen das Energetische steuernd auslösen.

Durch die mögliche Nichtlokalität der Quanteninformation gibt es darüber hinaus auch die Erscheinung, dass ein möglicher Teil eines Ganzen in einer gewissen Weise den anderen repräsentieren kann. Deshalb nehmen wir an, dass nicht nur die Information als gestaltete Information in den Genen des Zellkerns klassisch gespeichert ist, sondern auch als Quanteninformation in anderen Teilen vorhanden und wirksam sein kann."

Transaktionsinterpretation

"Die zweite, selbst heute noch weitgehend ignorierte Lösung des Problems beschreibt Wellen, die in der Zeit rückwärts und auf geladene Teilchen zulaufen, als Kräuselungen, die am Rande des Teiches beginnen und zu einem Punkt in dessen Mitte streben.

Wie ich ... erörterte, hebt sich die Komplexität weitgehend auf, vorausgesetzt, wir lassen beide Wellenmengen mit sämtlichen geladenen Teilchen im Universum wechselwirken, so dass letztlich nur die uns vertrauten, vom gesunden Menschenverstand erwarteten "retardierten" Wellen übrigbleiben, um die elektromagnetischen Einflüsse von einem geladenen Teilchen zu einem anderen zu transportieren.

Infolge all dieser Wechselwirkungen erkennen sämtliche geladenen Teilchen - einschliesslich der Elektronen - augenblicklich, wo sie sich im Verhältnis zu allen anderen geladenen Teilchen des Universums befinden. Der einzige greifbare Einfluss der in der Zeit rückwärts gehenden "avancierten" Wellen besteht in einer Rückkoppelung, dank deren jedes geladene Teilchen ein integrierter Bestandteil des ganzen elektromagnetischen Netzes wird.

Stupsen Sie ein Elektron in einem Laboratorium hier auf Erden an, dann weiss im Prinzip jedes geladene Teilchen in der mehr als zwei Millionen Lichtjahre entfernten Andromeda-Galaxie augenblicklich, was geschehen ist, obgleich jede durch das Anstossen des Elektrons hier auf Erden ausgelöste retardierte Welle länger als zwei Millionen Jahre braucht, um die Andromeda-Galaxie zu erreichen."

Fazit: Die Quantenphysik kann in Zukunft einen Beitrag dazu leiten, wie Geist und Materie EINES sind.