Immerwährendes Jetzt


Auf der Suche nach dem Sinn des Lebens

Ingeborg Hesse-Nowak hat in Freiburg i. Br. und Heidelberg Medizin studiert und war schon mit 23 Jahren darin tätig. Im Laufe der Jahre bekam sie Zweifel an der "Machbarkeit" der modernen Medizin und vermisste darin die integrale Sichtweise auf den ganzen Menschen als leibliches, seelisches und geistiges Wesen.
Durch verschiedene Ereignisse in ihrer Kindheit brannte in ihr die Sehnsucht nach einem höheren Wissen und Verstehen des Menschseins und sie begann sich künstlerisch zu betätigen und ging auf die Suche nach spirituellen Erfahrungen.

Ihre Stimmungen und Gefühle malt sie sich von der Seele. Schon in der Schulzeit begann sie zu malen. 1975 stellte sie erstmals ihre Bilder in der VHS von Castrop-Rauxel aus.

Gelegentlich schrieb sie Gedichte und Prosatexte nieder, die sie kürzlich in ihrem kleinen Bändchen Worte - Einladung in die eigene Tiefe veröffentlichte (www.kater-medien.de). 2003 schrieb sie ihre spirituelle Reise in dem Buch Das immerwährende Jetzt (Verlag Via Nova) nieder. Schon der Titel verrät, dass Ingeborg Hesse-Nowak GEWAHRSEIN nicht nur theoretisch kennt, sondern, dass es ihr von temporären Gipfel-Erlebnissen ihrer spirituellen Reise auch aus eigener Erfahrung bekannt ist.

Sie ist ein typisches Kriegskind: Ihr Vater kam schwerverletzt aus dem Krieg zurück und die Familie musste 1945 aus Karlsbad im heutigen Tschechien vor den Russen fliehen. Sie spürte neben ihrer Angst vor diesen Bedrohungen auf der Flucht aber auch eine geheimnisvolle Kraft, die die Familie zu beschützen schien. Dieses Geheimnis wollte sie ergründen und fand zunächst Kraft im katholischen Glauben, denn sie kamen zunächst in eine Dorf in der Oberpfalz, liessen sich taufen und wurden Mitglieder der Kirchgemeinde. Aber ihre Fragen über Gott wurden meist abgeblockt und sie bekam keine zufriedenstellenden Antworten.

Nach ihrem Medizinstudium arbeitete sie an der Universitätsklinik in Freiburg i.Br. Dort wurde sie später mit Martin Heidegger bekannt, der zur Welt des Seins und der Philosophie inspirierte. Durch ihre Tätigkeit als Ärztin war sie auch immer mit dem Leiden der Menschen und dem Tod konfrontiert und suchte auch darin die Fragen nach dem Sinn des Lebens zu ergründen.

Später arbeitete sie an der Universitätsklinik in Heidelberg, wo sie auch ihren Mann - Norman Hesse - kennenlernte.

Ihre Suche ging weiter. In Mexiko hatte sie auf einem Opferstein der alten Mayakultur eine überwältigende Erfahrung von Nondualität, lebendiger Präsenz und grenzenloser Glückseligkeit.

Später folgten Begegnungen und Kontakte mit Thorwald Dethlefsen, Sai Baba und Sahajananda in Indien, Raphael, dem Advaita-Vedanta-Lehrer aus Italien, Vanja Palmers, Zenlehrer in der Schweiz sowie Willigis Jäger und David Steindl-Rast. Mit dem Benediktinerpater Steindl-Rast war sie 2008 auf einer Reise in der Sahara.


Bei Willigis Jäger bildete sie sich in der ZA-ZEN-Tradition aus und lehrte auf seine Empfehlung ein Jahr lang ZA-ZEN an der ersten Privatuniversität Deutschland in Witten/Herdecke.

Vor über 10 Jahren kamen wir über kritische Fragen von Christlicher Spiritualität und Buddhismus, Naturwissenschaft und Glauben ins Gespräch. Immer mehr bildeten sich dabei mit der Zeit Fragen heraus, die wir in weiteren Korrespondenzen über die integrale Sicht, über den Konstruktivismus und die Phänomenologie zu klären versuchten. Immer wieder kam auch das Thema des Konfliktes zwischen Körper, Seele und Geist auf und wie er zu überwinden sei. Da sie aus ihren eigenen inneren Erfahrungen temporäre Realisationen von GEWAHRSEIN bezeugte, war auch dies immer wieder ein Thema zwischen uns und führte zu fruchtbaren Dialogen.

Immer wieder war auch das Leiden der Menschen und die Erfahrungen von Sterben und Tod in unseren Korrespondenzen ein Thema. In bedrohlichen Situationen hatte Ingeborg Hesse-Nowak seit ihrer Kindheit immer wieder typische Nahtoderfahrungen mit der Realisation von GEWAHRSEIN. Aus dieser Gewissheit kann sie auch anderen Menschen mit schweren Leiden immer wieder Trost spenden und pflegerisch begleiten.